Wir fahren unsern Weizen ein

das glänzt wie lauter Gold,

wenn in die leergefegte Scheun der Erntewagen rollt.

 

Die letzte Garbe lassen wir den Vöglein auf dem Plan,

die singen uns ein Lied dafür das hört sich lustig an. 

 

Das Zwerglein holt sich auch ein Korn und bäckt daraus ein Brot,

es hocket hinterm Hagedorn und leidet keine Not...

Es funkelt in allen Gründen, es leuchtet und raunt der Quell,

so wollen auch wir entzünden im Herzen ein Lichtlein hell. 

 

Ich trage mein Herzlicht durchs Dunkel der Nacht,

mein Licht hat mich mutig zum Sieger gemacht. 

Was hülf es, wenn Gott im Himmel nur thront?

Ich weiss, dass er tief im Herzen mir wohnt. 

Und tu' ich ein Gutes, und wär's noch so klein,

dereinst wird's ein Sternlein am Himmel sein.

 

(Herbert Hahn)

Sankt Martins-Burg
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